Besichtigung der Wohnmobil-Entsorgungsstation Nördlingen

Tourismus

Die Vorstände und Stadtratsfraktionen der Nördlinger und Harburger SPD trafen sich heute vormittag zur Besichtigung der Wohnmobil-Ensorgungsstation am Parkplatz vor der Kaiserwiese.

Die Nördlinger Stadträte Rita Ortler, Paul Schneele und Erich Geike führten ihre Harburger Kollegen und die interessierten Ortsvereins-Mitglieder über den Platz und erklärten das Konzept. Erich Geike betonte, dass der Platz im Zeitraum von über einem Jahrzehnt zum heutigen Stand ausgebaut wurde. Zuletzt habe man die Parkmöglichkeiten für Wohnmobile auf eine zweite Reihe ausgebaut. Alle Camper könnten die Entsorgungsstation für Fäkalien sowie den Wasseranschluss kostengünstig nutzen. Auch wurden in regelmäßigen Abständen Stromabgabestationen eingerichtet. Beides kann einfach und bequem über jeweilige Münzautomaten genutzt werden.

Die Harburger und Nördlinger SPD traf sich zum Informationsaustausch

Von einer Stellplatzgebühr habe man bisher abgesehen, da der technische Aufwand in Form von Schranken bzw. der Verwaltungs- und Kontrollaufwand zu groß erschien.

Dies freut natürlich die Nutzer des Platzes. Im Gespräch mit einigen Campern - übrigens meist ältere Ehepaare - wurde festgestellt, dass der Platz regelmäßig - für einige sogar mehrmals im Jahr - angefahren werde. So berichtete ein Ehepaar aus Schleswig, dass sie schon ca. 30 mal für jeweils ein bis zwei Tage auf dem Platz stünden. Dieser sei sehr gut anzufahren und liege auch nicht zu weit vom Zentrum entfernt. Außerdem sei auch von Vorteil, dass der Stellplatz kostenlos angeboten werde. Andere Urlaubsorte seien hier nicht so Wohnmobilfreundlich und verlangten bis zu 10 Euro am Tag für den Stellplatz.
Im Gespräch mit den Benutzern der Anlage

Paul Schneele berichtete über die Kosten und hielt fest, dass die Entsorgungsstation ca. 80.000 Euro gekostet habe. Die Preise sind natürlich nicht einfach auf ein anderes Projekt übertragbar, da Kanal- und Stromanschluß sowie evtl. Parkplatzgestaltung entsprechend dazukämen.
Empfehlen würde er auf jeden Fall einen möglichst zentralen Standort, von dem aus die Leute schnell in den Ort gelangen können. Dadurch würden die – meist gut situierten – Wohnmobilsten den ein oder anderen Euro auch in Gastronomie lassen.

Stromverteiler die Entsorgungsstation

Brigitte Schermeyer-Heise bedankte sich im Namen des SPD-Ortsvereins Harburg für die informative Führung und betonte, dass man in Harburg seitens der SPD dieses Thema weiter forcieren werde und von den Nördlinger Erfahrungen durchaus profitieren könne.

Besichtigung des CAP-Marktes

Erich Geike, Geschäftsführer der Lebenshilfe Donau-Ries, lud zuletzt alle Teilnehmer ein, den Lebenshilfe-Einkaufsmarkt „CAP-Markt“ zu besuchen und sich über dieses Projekt der ROKO GmbH zu informieren. Die Teilnehmer nahmen das Angebot gerne an.

Die ROKO GmbH ist ein gemeinnütziger Dienstleistungsbetrieb der Lebenshilfe Donau-Ries und Dillingen und der Gemeinde Asbach Bäumenheim. Mit ihren Einrichtungen wird die Beschäftigung von Menschen mit psychischer Krankheit gefördert . Die Mittel und Gewinne werden ausschließlich zu diesem Zweck eingesetzt.

vor dem CAP-Markt in Nördlingen

Der Begriff CAP leitet sich von Handicap ab. CAP ist ein Kooperationsverbund von derzeit über 50 Lebensmittelmärkten. Das Hauptziel des Lebensmittelmarktes als Beschäftigungsprojekt ist die weitere Schaffung von attraktiven Arbeitsplätzen für Menschen mit Behinderungen auf dem ersten Arbeitsmarkt. Dabei beschränkt sich das Angebot des CAP-Marktes nicht auf das eines klassischen Lebensmittelmarktes. Der CAP-Lebensmittelmarkt bietet weitere Serviceleistungen an, die sich vor allem an Menschen mit Behinderungen, an alte Menschen und an Familien mit Kindern richten.

Die Angebotspalette reicht über ca. 9500 Artikel. Man biete insbesondere regionale Produkte, einen Lieferservice, ein großes Bioangebot, eine Schnippelküche sowie freundliches Personal und auch eine behindertengerechte Kundentoilette .Externe Firmen wie eine Metzgerei und eine Bäckerei sowie ein Geldautomat runden das Angebot ab.

Hintergrundinfo:
Atrikel vom 06.05.2009 in den Rieser Nachrichten
Atrikel vom 09.05.2009 in der Wochenzeitung

 
 

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